Freie Trauung in Holland – Renesse – Strandhochzeit am Meer

Ja, ich gebe zu, diese kalten Januartage laden schon dazu ein, sich zu wärmeren Frühlings- oder in meinem Fall Sommertagen zu träumen. Ich muss zwar wirklich sagen: Ich liiiieebe den Herbst und den Winter, aber so ein Sommertag am Meer hat eben schon auch seinen Reiz. Und ich denke da an einen ganz bestimmten Tag am Meer: Jenen Spätsommertag im August, an dem sich Lisa und Michael am holländischen Strand sich bei einer freien Trauung das Ja-Wort gaben. Was war das schön!

Angereist sind wir schon am Nachmittag davor – und verharrten kurzzeitig in der Schockstarre: Es schüttete wie aus Eimern, stürmte so sehr, dass ich meine Notizen kaum in den Händen halten konnte und wirklich warm war es auch nicht. Doch die niederländische Entspanntheit steckte uns irgendwie und so veließen wir uns auf deren Worte: „Wenn es heute stürmt und regnet, scheint morgen die Sonne!“ Und ihr habt es sicher schon auf den Fotos gesehen: Sie sollten Recht behalten.

Lisa und Michael, all ihre Gäste und auch wir waren im gleichen Hotel untergebracht und es hatte schon wirklich etwas ganz Besonderes, Braut und Bräutigam beim Frühstück schon zu begegnen und schon einmal die Nervosität abklopfen zu können ;-)

Die freie Trauung am Strand von Renesse

Und am Nachmittag war es dann endlich so weit: Michael, die Hochzeitsgesellschaft und ich standen auf dem Steg direkt am Meer und warteten voller Vorfreude auf Lisa, ihren Papa und die Brautjungfern – ein wunderschönes Bild, wie sie den Strand entlangliefen, um zu uns zu schreiten, begleitet von Andreas Bouranis „Ultraleicht“. Und so fühlten wir uns wohl alle in diesem Moment ein wenig. Ultraleicht. Beflügelt von dieser Kulisse, von so viel Liebe, die uns umgab und vom Anblick einer zauberhaften Braut und eines sichtlich überwältigten Bräutigams.

Die freie Trauung eröffnete ich auch direkt mit einem Satz von Michael, den er mir unter vier Augen verraten hatte:
„Wenn ich an die Zukunft denke, gibt es keinen Moment, der auch nur ansatzweise ohne Lisa funktionieren könnte. Ich will jeden Lebensabschnitt mit ihr teilen.“

Ja, die beiden lieben sich. Ganz besonders deutlich wurde das in der Trauung noch einmal in der Liebesgeschichte der beiden, aber auch danach, als ich erzählte, was Lisa und Michael mir so unter vier Augen voneinander erzählt haben. Was sie aneinander eigentlich so lieben, wofür sie dankbar sind. Aber auch, welche liebenswerten kleinen Macken sie an dem jeweils Anderen schon mal auf die Palme bringen können.

Das Ritual

Und, weil wir ja immerhin direkt am Meer und einem Sandstrand waren, hatten wir gemeinsam beschlossen, dass die Erinnerung, die sie symbolisch mitnehmen möchten, auch daran anknüpfen soll. Für die Wege stehen soll, die sie bisher schon Seite an Seite gegangen sind und für jene, die sie noch gehen möchten.

Ich habe gesagt:
„Eure Wege geht ihr von nun an Seite an Seite. Ihr hinterlasst dabei Spuren im Leben des jeweils Anderen – kleine, feine Spuren, die oftmals auf den ersten Blick gar nicht sichtbar sind. Ihr findet sie in der Struktur, in feinen Linien, die sich durch euer Leben bahnen. Aber auch große Spuren – Entscheidungen, die ihr gemeinsam und füreinander trefft. In denen ihr einander bestärkt. (…)“

Und dann haben die beiden Trauzeugen Fimo-Masse so vorbereitet, dass Lisa und Michael anschließend ihre Fußabdrücke darauf verewigen konnten. Keiner hat gesagt, dass Trauzeugen-Einsatz immer leicht ist, es war schon ein bisschen körperliche Arbeit ;-)

 

Wer mich kennt, weiß sicher längst: Ich liiiiebe es, wenn das Brautpaar sich für persönliche Eheversprechen entscheidet – auch, wenn ich mich immer sehr konzentrieren muss, dabei in meiner professionellen Rolle zu bleiben und nicht mitzuweinen. Mitgelacht werden darf natürlich immer :-)

 

Hündin Jada, die während der gesamten Zeremonie keinen Schritt von Frauchen und Herrchen wich, „überbrachte“ anschließend die Eheringe und war ganz glücklich ob der ganzen Aufmerksamkeit.

Ja-Wort, Kuss, tosender Applaus und ein glückliches Ehepaar, das zu „Use somebody“ in Richtung Meer auszog – besser kann’s kaum laufen :-)

Es war eine wunderschöne Hochzeit mit einer freien Trauung, die auch ich so schnell nicht vergessen werde. Und nicht nur, weil es wahrscheinlich stürmisch war ;-) Aber hey, die Sonne schien und Wolken waren keine zu sehen, da nimmt man das bisschen Wind und die zerstörte Frisur doch gerne in Kauf!

Fotos: Stephan Forstmann Auch zu finden unter Tina & Maxim
Location: Our Seaside in Renesse
Trauung: Tina Forstmann

Leave a Reply